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2005

Der längste Weg - zurück durch den Caprivi nach Tsumeb

Wegen unserer eigentlich nicht geplanten weiteren Übernachtung in Katima Mulilo hatten wir heute eine Fahrstrecke vor uns, für die wir eigentlich zwei Tage veranschlagt hatten: den Rückweg durch den Caprivi und anschließend die Strecke bis Tsumeb - insgesamt etwa 850 bis 900 Kilometer.

Zwar war das ein ganz schönes Pensum für einen Tag, doch war und die der absolut unvergessliche Ausflug zu den Victoriafällen mehr als wert gewesen.

Und so waren wir wieder frühzeitig augebrochen, hatten ein ordentliches Frühstück im Hotel zu uns genommen und uns auf den Weg gemacht.

Und so wie auch schon der Hinweg war der Rückweg einer der interessantesten Streckenabschnitte dieses Urlaubs. Entlang der Strecke durch den Caprivis fand sich wieder das farbenfrohe, so afrikatypische Bild aus hunderten von spielenden und tobenden Kindern, Exen in bunten Tüchern und teilweise mit schweren Lasten auf dem Kopf, Ziegenherden, Rindern und natürlich den bekannten Strohhütten.
Und besonders da wir zu zweit waren und uns beim Fahren so abwechseln konnten, war auch diese lange Strecke en Teil unserer Traumreise, den wir uneingeschränkt genießen konnten.

Schon auf den Hinweg in den Caprivi war uns in Tsumeb ein interessant aussehendes Freilichtmuseum aufgefallen - nur leider war es damals geschlossen gewesen.

Also ein guter Grund, es nochmals zu versuchen.

Diesmal hatten wir mehr Glück und konnten das Museum besuchen.
Auf einer Freifläche hat man hier die Karte Namibias nachgebildet und auf den Siedlungsgebieten der einzelnen Bevölkerungsgruppen des Landes deren ursprüngliche Behausungen errichtet.

Und so finden sich hier von der Stroh- und Grashütte über diverse Lehmhäschen bis zum Steinbau mit Wellblechdach die unterschiedlichsten Bauten.

Eine sehr schöne Möglichkeit, die Vielfältigkeit der Menschen dieses Landes auf einen Blick betrachten zu können.

An das Museum angeschlossen ist außerdem ein kleines Crafts Centre, in dem man zu fairen Preisen Volkskunst und Kunsthandwerk aus allen Teilen des Landes erstehen kann.

Und dann wurde es auch langsam Zeit, unsere Unterkunft für heute aufzusuchen, das etwa 20 Kilometer außerhalb Tsumebs nahe dem Ort Otavi gelegene Restcamp "Zum Potjie"

Kurz vor dem Restcamp selbst wartete noch eine Begegnung der unangenehmeren Art auf uns: an der Straße gerieten wir in eine Polizeikontrolle, bei der der diensteifrige Polizist uns -völlig zu Recht- darauf hinwies, dass an unserem Mietwagen, den wir ja in Südafrika angemietet hatten, kein Nationalitätskennzeichen angebracht war.
Unsere Einwände, dass es sich bei dem Auto ja nicht um unser Eigentum handelte, an dem wir nicht einfach so einen Aufkleber ("ZA" für Südafrika) anbringen konnten, ließ der Gesetzeshüter in so weit gelten, als dass ihm ein in die Heckscheibe gelegtes Kennzeichen genügte und wir v.a. nicht mit einem Bußgeld belegt wurden. Wir zeigten uns einsichtig und fuhren sofort zur nächsten Tankstelle, um dort ein solches Schild zu erstehen.

Hätte aber auch anders ausgehen können.

Das Restcamp selbst erwieß sich als echtes Juwel. Die einfachen, doch zweckmäßig eingerichteten Hüttchen, die von einer sehr netten und freundlichen Dame verwaltet werden und vor allem in einem kleinen schicken Gärtchen stehen, sind in dieser Preisklasse so nah am Eingang des Etosha wohl so ziemlich konkurrenzlos.

Müde von der doch ziemlich anstrengenden Fahrt des heutigen Tages ließen wir und von der Ruhe und Entspannung des Camps gefangen nehmen und den Tag mit einem guten Buch und ein paar deutschen Zeitungen ausklingen

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