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Einkaufen

Einkaufen

Obwohl wahrscheinlich niemand nach Südafrika oder gar nach Namibia reisen wird, um dort shoppen zu gehen, gibt es doch das eine oder andere hierzu zu sagen.

Souvenirs werden außer an Hotelrezeptionen und in schier überquellenden Touristenläden vor allem auf den vielen Straßenmärkten angeboten. Solche Märkte gibt es in jedem größeren Ort und an vielen Stellen im Land neben den Hauptverkehrsstraßen.

Auf diesen Märkten bieten einheimische Händler Waren an, die sie von Kunsthandwerkern aufgekauft haben, doch trifft man hier oft auch auf die Künstler selbst, die ihre Arbeiten feilbieten. Genaueres Hinschauen lohnt auf jeden Fall - obwohl die meisten Waren Produkte hoher Kunstfertigkeit und Mühe sind, gibt es auch ausgesprochenen Müll zu sehen.
Ob und inwieweit man hier über den Preis der gewünschten Ware verhandeln sollte, sei jedem selbst überlassen. Die Händler entstammen meist bitterer Armut und müssen ihre Familie mit dem Verkauf ihrer Waren ernähren.
Und rechnet man die Margen der Verkäufer und Zwischenhändler ab, kann man sich ausrechnen, wie wenig dem eigentlichen Erschaffer der Schnitzerei, des Bildes oder des gewebten Stoffes bleibt. Und vor allem: wenn man berücksichtigt, wie ungleich viel mehr Geld uns als europäischen Touristen zur Verfügung steht, sollte es meiner Meinung nach auch nicht wehtun, ein wenig mehr Geld auszugeben.
Andererseits kalkulieren die meisten Händler dieses Denken ihrer Kunden natürlich mit in ihren Preis ein. So bezahlt man hier oft mehr als in Ladengeschäften. Handelsmargen von bis zu 100% scheinen eher die Regel als die Ausnahme zu sein.

Eine angenehme, oftmals günstigere und vor allem beidseitig faire Alternative zu diesen Märkten sind die -zugegeben wenigen- kommunalen Craft Centre. Hier bieten Zusammenschlüsse verschiedener Künstler ihre Waren im direkten Verkauf oder mit geringfügigen Preisaufschlägen von etwa 10-20% an. Ein solches Zentrum findet sich beispielsweise in äußersten Zipfel des Caprivi, in Katimo Mulilo.

Wer fair kaufen möchte und sein Geld auch gleichzeitig in etwas Menschlichkeit investieren möchte, dem sei das entsprechende Angebot des Nacobta empfohlen.

Natürlich lohnen auch die großen Kunsthandwerkerhallen wie das Nambia Craft Centre in Windhoek. Nirgendwo bekommt man so viele Arbeiten verschiedener Künstler auf einem Fleck geboten.

Lebensmittel ersteht man am besten, sichersten und günstigsten in den Supermärkten in den großen Städten. Aufgrund der vielen exotischen Früchte, der leckeren Backwaren, der unbekannten Süßigkeiten, des unwiderstehlichen Billtongs und v.a. der vielen tollen Gewürze haben wir es geliebt, hier einkaufen zu gehen. Unser Favorit war hier die sowohl in Südafrika als auch in Namibia vertretene Handelskette Pick'N'Pay.

 

Einreise

Einreise

Für die Einreise nach Südafrika bzw. Namibia genügt ein deutscher Reisepass, der mindestens noch 3 Monate gültig sein muss.

Ein Visum wird nicht benötigt.

Bei jeder Einreise in ein Land des südlichen Afrikas muss ein Laufzettel ausgefüllt werden, in das persönliche Daten unterschiedlichster Relevanz eingetragen werden müssen. So wird nach dem Zweck der Reise und mitgeführten Waren, aber auch nach Beruf und Ausbildung und Reiseziel gefragt.

Wir haben uns meist einen Spaß erlaubt und uns zu Politessen, Schauspielern oder Hundefriseuren gemacht. Astronaut oder Pornostar wollten wir auch noch, haben uns aber nicht getraut. Wäre wohl doch zu auffällig gewesen...

 

der Etosha

Etosha

Das Wort "Etosha" entstammt der Ovambo-Sprache und bedeutet so viel wie "Ort des trockenen Wassers".

Der Nationalpark, der heute diesen Namen trägt, ist mit einer Flächenausdehnung von etwa 23.000 km² etwa so groß wie das Bundesland Hessen und damit das zweitgrößte Schutzgebiet Afrikas.

Charakteristisch für die Etoshapfanne sind ihre endlosen weißen Kalk-Salzebenen, die von verschiedenen Vegetationszonen umgeben sind, die aber alle das ganze Jahr relativ kärglich bleiben.

Während der deutschen Kolonialverwaltung wurden auf dem Gebiet des heutigen Nationalparks Polizei- und Militärstützpunkte errichtet. Dies geschah einerseits, um das Eindringen der Rinderpest ins Land zu verhindern, aber auch um die Nordgrenzen Deutsch-Südwestafrikas zu sichern.

1897 entstanden so das Militärfort Namutoni im Osten und 1901 Okaukuejo im Westen.

1907 erklärte von Lindequist, der Gouverneur Deutsch-Südwestafrikas, ein Viertel des heutigen Namibia zum Naturschutzgebiet. Durch Wilderei und legale Jagd war der Wildbestand des Landes und damit ein großer Teil der Fleischversorgung stark gefährdet. Zu diesem Schutzgebiet gehörte auch die Region der Etoshapfanne.

Obwohl es hier schon seit 1880 keine Elefanten mehr gab und auch die einst riesigen Antilopenherden stark dezimiert waren, zeigten die Schutzmaßnahmen doch Wirkung und der Wildbestand erholte sich langsam.

Doch auch der Landbedarf der hier lebenden Siedler und der einheimischen Volksstämme wuchs und so wurde das Schutzgebiet nach und nach immer wieder verkleinert, bis es die heutige Ausdehnung 1970 erreicht hatte.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wuchs die touristische Bedeutung der Etoshapfanne und damit der Bedarf an Unterkünften. Nach und nach wurden daher die heutigen Camps eröffnet: Okaukuejo im Westen, Halali zentral gelegen und Namutoni im Osten.

Neben den künstlichen Wasserlöchern, die sich vor allem im Süden den Parks befinden, wurden auch mehrere künstliche Wasserstellen errichtet. So kann der Tierbestand auch in Trockenzeiten vor dem Verdursten geschützt werden.
Diese Wasserlöcher sind natürlich hervorragende Beobachtungspunkte, da sich hier im Tagesverlauf so gut wie alle Tierarten des Parks zum Trinken einfinden.

Heute ist der Etosha-Nationalpark eine der touristischen Hauptattraktionen Namibias. Außer Krokodilen und Flusspferden (wegen des Fehlens größerer Gewässer) und Wasserbüffeln (diese wurden Opfer der Rinderpest) findet man hier fast alle Tierarten des südlichen Afrikas: darunter tausende und abertausende Zebras, Springböcke, Schwarznasenimpalas, Oryx-Antilopen, Elefanten, Nashörner und ausgesprochen viele Löwen.

Ein besonderes Highlight, das den Etosha-Nationalpark von anderen großen Schutzgebieten wie dem Krügerpark abhebt, sind die vom Camp aus zu beobachtenden Wasserlöcher. An diesen kann man stunden- und nächtelang sitzen und fast noch mehr Tierbeobachtungen erleben, als tagsüber außerhalb der Camps. Besonders in der Abenddämmerung kommen hier Löwen, Elefanten, Hyänen, Nashörner und manchmal sogar ein Gepard oder gar Leopard zum Trinken vorbei.