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die Kalahari

Kalahari

Die Kalahari ist eine Sandwüste, die sich von der südafrikanischen Provinz North Cape durch ganz Botswana bis hinein nach Sambia und Angola erstreckt. Charakteristisch sind ihre Dünen aus rotem Sand, die meist von trockenem Gras bewachsen sind.

Geologisch erstreckt sie sich sogar noch weiter: Bis hinein in den Tschad und die Sahara.

Der ausgedehnteste und typischste Teil der Kalahari -die Zentral-Kalahari- liegt auf dem Gebiet Botsuanas und reicht mit ihren westlichen Ausläufern bis nach Namibia hinein.

Große Teile der Kalahari sind Naturschutzgebiete, so der Kgalagadi Transfrontier Nationalpark zwischen Namibia und Südafrika, das Central Kalahari Game Reserve und natürlich das weltberühmte Okavangodelta in Botswana.

Die Kalahari wird von dem Trans Kalahari Highway durchquert, der von Walvis Bai in Namibia bis in die Mosambikanische Hauptstadt Maputo reicht.

Das Klima der Kalahari ist gekennzeichnet von langen Trockenperioden mit unregelmäßigen Sommerregenfällen von Dezember bis Februar.

Die Temperaturen reichen von 0°C in kalten Winternächten bis weit über 30° im Sommer.

Die Kalahari ist Lebens- und Rückzugsgebiet der verbliebenen traditionell lebenden San.

 

Kapstadt

Kapstadt

Da ich hier gern ein paar allgemeine Informationen über diese Stadt zur Verfügung stellen möchte und es müßig wäre, das Rad neu zu erfinden, empfehle ich hier den Link auf die entsprechende Wikipedia-Seite.

Wir haben es, trotz dem wir in drei aufeinander folgenden Jahren in Kapstadt waren, nicht geschafft, den Tafelberg zu erklimmen. Entweder es war zu feuchtes Wetter, so dass der Berg von seinem "Tischtuch" bedeckt und die Sicht versperrt war oder wir hatten schlicht keine Zeit.

Stattdessen besuchten wir 2003 den Cape Peninsula National Park. Dieser ist nicht nur wegen des Kaps der guten Hoffnung und des Cape Points sehenswert, an dem sich Atlantik und Indischer Ozean treffen. Er bietet auch ein Fülle an Sukkulenten und anderen interessanten Pflanzen. Auch gibt es hier Südafrikas einzige geschützte Pavianpopulation.

Auch der Blouberg-Strand, an dem sich eine große Kolonie Brillenpinguine befindet, lohnt einen Besuch auf jeden Fall.

Nicht so gut gefallen hat uns die Victoria&Alfred Waterfront, die ja auch eine der Hauptattraktionen Kapstadts ist. Für uns hatte es den Anschein, als ob diese Sehenswürdigkeit allein für Touristen und deren effektive marktwirtschaftliche Nutzung errichtet wurde. Wer in Kapstadt ausgiebig shoppen möchte, dem sei die Century City empfohlen. Shoppen ohne Ende!!!


An unterkünften können wir hier leider nichts besonderes empfehlen. Übernachtet haben wir 2003 im Protea Hotel Seapoint. Ein ordentliches und sauberes Mittelklassehotel. Aber nichts besonderes.

 

Katima Mulilo

Katima Mulilo

Katima Mulilo ist eine kleine Stadt im Caprivistreifen und Hauptstadt dieses Bezirkes.

Sie hat etwa 25.000 Einwohner und bietet einige Einkaufsmöglichkeiten und Tankstellen.

Das Stadtbild Katima Mulilos ist verglichen mit dem übrigen Namibia, in dem man überall noch den Geist vergangener Kolonialzeit spürt, durchweg wesentlich afrikanischer. Die Stadt macht einen solch typisch geschäftig-afrikanischen Eindruck, dass man fast den Eindruck bekommt, nicht nur wenige hundert Kilometer von Windhoek entfernt zu sein, sondern Welten.

Die Straßen sind voll mit schwarzen Menschen und wir als weiße Touristen stachen aus dieser Masse extrem hervor.

Trotzdem haben wir uns hier nicht unsicher gefühlt - laut der Aussage verschiedenster Einheimischer (auch solcher, die nicht direkt vom Tourismus profitieren), ist die Kriminalitätsrate im Caprivi deutlich geringer als in Städten wie Windhoek, Swakopmund oder Lüderitz.

In der Nähe des Ortes leben wilde Elefanten und im nahegelegenen Sambesi können Nilpferde und Krokodile beobachtet werden.

Touristisch ist Katima Mulilo darüberhinaus auch als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Botsuana oder zu den Victoriafällen von Bedeutung. Aufgrund der instabilen politischen Verhältnisse in Simbabwe und der daraus resultierenden deutlich höheren Kriminalitätsrate bevorzugen immer mehr Touristen die sichereren Quartiere und die deutlich bessere Versorgungslage auf namibischer Seite.

Übernachtet haben wir hier in der durchaus empfehlenswerten und für die Gegend recht günstigen Zambezi Lodge.

 

Keetmanshoop

Keetmanshoop

Keetmanshoop ist eine Stadt in Namibia mit ca. 16.000 Einwohnern und die Hauptstadt des Karas-Gebietes. Sie befindet sich etwa 500 Kilometer südlich der namibischen Hauptstadt Windhoek.

Schon im 18. Jahrhundert hatte das Volk der Nama diese Gegend besiedelt und den Grundstock für die heutige Stadt gelegt.

Der heutige Ort Keetmanshoop wurde 1866 gegründet und erhielt seinen Namen von den Kaufmann und Bankier Johann Keetmann; der zwar als Geldgeber der Gründerzeit in die Stadtgeschichte eingegangen ist, den Ort jedoch nie selbst besuchte.

Die Stadt selbst besitzt einige Gebäude aus der Zeit der deutschen Kolonialherrschaft. So z.B. eine Granitkirche (1895), das "Kaiserliche Postamt" (1910), das heute das Tourismusbüro beherbergt, und das Bahnhofsgebäude von 1908.

Weitaus bekannter und sehenswerter ist der Köcherbaumwald auf der Farm Gariganus, etwa 10-15 km außerhalb der Stadt.

Hier lohnt ein Besuch ganz besonders während des Sonnenunterganges, der sich wunderschön rot hinter den Bäumen zeigen kann.

Außerdem werden auf der Farm Geparden, Warzenschweine und Wildhunde gehalten. Letztere sind jedoch zu ihrem eigenen Schutz nicht von Touristen zu besichtigen.

Der Grund für die Gepardenhaltung ist übrigens kein bloßes Zurschaustellen. Vielmehr nehmen die Farmer am Aufzuchtprogramm für Geparde teil und bieten Tieren, deren Eltern von Farmern getötet wurden, ein neues Zuhause.

 

Für die Übernachtung können wir die Central Lodge empfehlen. Mitten im Stadtzentrum gelegen bietet diese Komfort erster Güte mit Pool, einem Innengarten mit Goldfischteich und Springbrunnen und natürlich mit angenehm eingerichteten Zimmern. Unseres hatte sogar einen Whirlpool!.
Die Besitzer und Angestellten sind sehr engagiert und freundlich.

Zu dem Hotel gehört auch ein sehr gutes Restaurant, das tolle Fisch- und Wildgerichte serviert..

 

der Köcherbaum

Köcherbaum

Der Köcherbaum (Aloe dichotoma) ist wohl der bekannteste Baum und eines der Wahrzeichen Namibias. Streng genommen ist er gar kein Baum, sondern eine Aloepflanze. Er wird bis zu 9 Meter hoch und bis zu einem Meter dick.

Eigentlich wächst er einzeln, nur an wenigen Stellen, z.B.in der Nähe von Keetmanshoop, sind wenige Wälder dieser Pflanzen entstanden.
Der zum Nationaldenkmal ernannte Wald auf der Farm Gariganus kann dort auch besichtigt werden.
Besonders im Sonnenuntergang bieten diese Bäume einen traumhaft romantischen Anblick.

So lange der "Baum" lebt, kann er in seinem Stamm große Mengen Wasser speichern. Der Stamm eines toten, bereits ausgetrockneten Baumes ist so leicht, dass er mühelos von einem Erwachsenen angehoben werden kann.

Im namibischen Winter trägt der Bum gelbe Blüten.

Seinen Namen erhielt der Baum, da die San aus seinen ausgehölten Ästen Köcher für ihre Pfeile bauen.

Sein Leben beginnt der "Baum" als gewöhnliche Aloepflanze und erhält seine Baumform erst im Alter von etwa 20 Jahren. Mit 20-30 Jahren erblüht er zum ersten Mal.

 

Kolmanskuppe

Kolmanskuppe

Im Jahre 1908 fand der Eisenbahnarbeiter Zacharias Lewala in der Gegend der Stadt Lüderitz zufällig den ersten Diamanten. Dieser lag einfach auf dem Boden der Sandwüste und der Eisenbahner befand sich bei Inspektionsarbeiten an der Strecke, als er förmlich über den Stein stolperte.

Schnell entstand ein regelrechter Boom, ein Diamantenrausch, der dem Goldrausch im Westen der Vereinigten Staaten nicht unähnlich war. Zunächst wurde daher dort, wo später das Städtchen Kolmanskuppe entstehen sollte, ein Diamantensuchercamp errichtet, das aber schnell zur Siedlung mit festen Häusern anwuchs. Der Reichtum der Bewohner, der sich auf die Diamanten begründete, ließ Kolmanskuppe zu der damals wohl reichsten Stadt Afrikas werden, in der jeder zu dieser Zeit nur erdenkliche Luxus vorhanden war. Es gab ein Elektrizitätswerk, fließendes Wasser (mitten in der Wüste!), eine Festhalle, Lebensmittelläden, Wannenbäder, eine Eisfabrik, ein Krankenhaus, eine Kegelbahn, eine Schule. Und das alles in einer Gegend, die so öd und trostlos war, dass selbst das Wasser mit Schiffen via den Hafen Lüderitz und dann mit Eselskarren herbeigeschafft werden musste. Regen oder gar fruchtbaren Boden gab es nicht, nur eine immerwährende, gnadenlose Hitze.

Der Luxus und vielleicht die Dekadenz des Ortes ging sogar so weit, dass hier in dieser wasserlosen Gegend ein Schwimmbad errichtet wurde.

Doch Kolmanskuppes Luxus war nur zeitweilig und bald, als die Diamantenfelder abgbaut waren und die Förderung sich weiter gen Süden und später auf die offene See verlagerte, verleißen die Einwohner den Ort wieder, der nun nur noch trostlos und trocken war. Der Ort wurde der Wüste überlassen, viele Einrichtungsgegenstände erst gar nicht mitgenommen.

Und die Natur holte zurück, was ihres war. Der Sand, getrieben vom allgegenwärtigen Wind, lagerte sich an und in den Häusern ab, es entstand die Geisterstadt, die heute noch besichtigt werden kann.
Mit der wachsenden Bedeutung des Tourismus für Lüderitz wurde auch Kolmanskuppe, zunächst auf Initiative privater Geschäftsleute hin, restauriert und zum Museum ausgebaut.

Eine geführte Besichtigung des Ortes mit seinem ganz besonderen Charme aus vergangenem Reichtum, der Gewalt des Sandes und dem Eindruck, als hätten hier bis gestern noch Menschen gelebt, lohnt auf jeden Fall und gehört quasi zum Pflichtprogramm für jeden Besucher der Stadt Lüderitz

 

Kriminalität

Kriminalität

Ein ernstes Thema und eindeutig eine der größten Gefahrenquellen für Touristen im südlichen Afrika.

Ganz sicher gibt es kein Volk und keine Nation, die von vornherein tendentiell kriminell ist. Doch wenn man sich die elenden Lebensbedingungen anschaut, unter denen Menschen in Townships wie Katatura oder Soweto leben müssen, sich vorstellt, wie es für Eltern sein muss, wenn ein Kind hungern muss oder gar an Krankheiten stirbt, die in Europa längst kein Problem mehr sind, dann versteht man, dass Touristen mehr ein wandelndes Portemonaie als ein Mensch sind und dass sich eine Menge Wut in einigen Einheimischen aufstaut.

Für den Touristen bedeutet diese Gefahr, dass er bestimmte Regionen wie eben Townships meiden oder zumindest nur mit kundigen Führern betreten sollte.

 

Auch wenn man sich noch so anstrengt, nicht aufzufallen, den Kamerarucksack im Hotel und den Reiseführer in der Tasche lässt, ist man doch immer als Tourist und damit als leichte Beute zu erkennen. Wenn man dann noch mit traumtänzerischer Gelassenheit die Fenster seines Autos offenlässt oder abends mit dem Reiseführer in der Hand durch Kapstadt oder Windhoek wandert , macht man sich selbst zum Opfer!

Unbedingt gelten folgende Sicherheitsmaßnahmen:

Ein weiters großes Problem stellt auch die sexuell motivierte Kriminalität dar. Perspektiv- und zukunftslose Menschen neigen oft zur Rohheit und Gewalt. Auch die hohe AIDS-Infektionsrate und der oftmals herrschende Aberglaube motivieren zu solchen Taten. Passt also bitte auf Euch auf! Das Paradies Afrika hat sehr dunkle Seiten!

Im Übrigen erschien es uns, als ob die Kriminalitätssituation in Namibia längst nicht so schlimm sei wie in Südafrika. Aber aufpassen sollte man auch dort immer und überall!