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der Caprivi-Streifen

Caprivi-Streifen

Als das Deutsche Reich und die Englische Krone im Jahre 1890 im Rahmen des Helgoland-Sansibar-Vertrages Umfangreiche Ländereien tauschten, sicherte sich Deutschland unter der Leitung des damaligen Außenministers Leo von Caprivi diesen schmalen Landstreifen zwischen Angola, Sambia, Simbabwe, Botsuana und Namibia.
Ziel war damals, eine Landverbindung der Kolonien in Ostafrika (heutiges Tansania ohne die Insel Sansibar, Burundi und Ruanda) und eben Deutsch-Südwestafrika (heutiges Namibia) zu schaffen. Man hoffte wohl auch auf eine Wasserverbindung über die im Caprivi verlaufenden Flüsse. Dies scheiterte jedoch an dem simplen Umstand, dass der Caprivi aufgrund von Stromschnellen und Wasserfällen nicht mit dem Boot von West nach Ost durchfahrbar ist.

Mit der Unabhängigkeit Namibias im Jahre 1990 fiel die Hoheit über den Caprivi an dieses. Dies führte im Jahre 1999 zu einigen Unruhen zwischen der CLM ("Caprivi Liberation Movement") und der namibischen Regierung. Weitere Ursache für Unruhen im Caprivi war auch der Bürgerkrieg im benachbarten Angola, durch den versprengte Truppenteile der besiegten UNITA durch den Caprivizipfel zogen und dort von angolanischen und namibischen Kräften verfolgt wurden. Der zivile Verkehr kam so quasi zum Erliegen und der Caprivi wurde touristisch daher erst in den letzten Jahren erschlossen.

Der Caprivizipfel wird von mehrern Flüssen (Okawango, Kwando und Sambesi) durchzogen und bietet daher eine dem trockenen Namibia krass gegensätzliche afrikanische Flusslandschaft. Entlang der Flüsse ziehen sich grüne Wälder und bieten einer hohen Population an Wildtieren Nahrung und Unterschlupf.

Hauptstadt des Caprivi-Bezirks ist Katima Mulilo.

Bewohnt wird der Caprivi von etwa 80.000 Einwohnern (etwa 4% der namibischen Bevölkerung), in erster Linie Subia, Fwe, Lozi, Nyemba und !Khoi-San.

Leider besitzt der Caprivi auch die höchste AIDS-Infektionsrate mit erschreckenden 34%.

 

Clanwilliam

Clanwilliam

Das ca. 250 Kilometer nördlich Kapstadts gelegene idyllische kleine Städtchen Clanwilliam ist für Touristen auf dem Weg von CPT zur namibischen Grenze ein Geheimtipp als Übernachtungsstation.

Zu Fuße der Zederberge gelegen, stellt es ein Zentrum des Rooibosteeanbaus dar.

Direkt neben dem Ort befindet sich der Olifantfluss mit dem Clanwilliamdamm.

In der Umgebung gibt es eine ganze Anzahl sehr guter Weinkeller.