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die Malaria

Malaria

Malaria (etwa "schlechte Luft") ist eine im südlichen Afrika während der Regenzeit vermehrt auftretende Tropenkrankheit.
Übertragen wird sie durch den Stich der sog. Anopheles-Mücke, die das Blut eines mit Malaria infizierten in sich trägt.

Zu den Syptomen der Krankheit zählen hohes Fieber, Schüttelfrost, Beschwerden mit Magen und Darm und -leider besonders charakteristisch- Krämpfe.

Aus der Karte des Verbreitungsgebietes ist ersichtlich, dass das nördliche Namibia, das nördliche Botsuana und der Norden des Krüger Nationalparkes in Südafrika zur Verbreitungsgegend dieser Seuche zählen.

Etwa zwei Millionen Menschen sterben jedes Jahr an Malaria, 90% davon in Afrika. Etwa die Hälfte hiervon sind Kinder bis fünf Jahren.

In Deutschlang gibt es immerhin ca. 900 Krankheitsfälle pro Jahr. Das Sterberisiko in Deutschlang ist aufgrund der deutlich besseren medizinischen Versorgung wesentlich geringer und liegt unter einem Prozent.

Eine Impfung, die gegen die Malaria immunisiert, gibt es leider (noch) nicht, auch wenn hieran ausgiebig geforscht wird. Der Beste Schutz ist der Schutz vor übertragenden Insekten. So sollte man auch tagsüber -zumindest während der Regenzeit- lange Kleidung tragen und den Körper weitmöglichst bedecken. Die Türen der Unterkunft sollten geschlossen und das Moskitonetz benutzt werden.
Moskitoabweisende Mittel, so genannte Repellants, sind wirksam -wenn auch nicht zu 100%- und empfehlenswert.
In jedem größeren Laden im Land gibt es Insektensprays und "mosquito coils", Verdampfer mit Insektiziden.

Für vorsichtige außerhalb und in der Regenzeit für jeden gibt es Chemoprophylaxen gegen die Krankheit. Bekannte Mittel sind Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin oder Mefloquin. Leider sind diese nicht gerade nebenwirkungsfrei, wobei letzteres besonders Problematisch ist.

Wir (Tom und ich) haben 2009 sozusagen den Selbstversuch gewagt und jeweils Malarone bzw. Lariam genommen. Spürbare Nebenwirkungen traten glücklicherweise weder bei Tom (Lariam) noch bei mir (Malarone) auf.
Der spürbarste Unterschied war die unterschiedliche Einnahmeprozedur. Während man bei Malarone kurz vor der Einreise ins Risikogebiet mit der Einnahme beginnt und dann jeweils eine Tablette pro Tag nimmt, wird bei Lariam weit vorher begonnen und dann in gesetzten Abständen jeweils eine Tablette eingenommen. Bei Lariam nimmt man die letzten Tabletten eine ganze Zeit nach der Rückkehr aus dem Urlaub.

Gin Tonic wirkt übrigens so gut wie nicht! Wenn überhaupt, so ist es das Chinin als Wirkstoff in der Tonic, der eine gewisse Wirkung haben kann. Tatsächlich ist Chinin eines der ältesten Antimalariamittel. Doch ist es in Tonic in so geringen Mengen enthalten, dass man extrem viel davon trinken müsste, damit eine Wirkung eintreten könnte.
Das hat uns natürlich nicht davon abgehalten, unsere abendliche Flüssigprophylaxe zu pflegen...

 

Mietwagen

Mietwagen

Besonders in Namibia, aber auch in Südafrika, empfiehlt es sich dringend, seinen Mietwagen bei einem der großen internationalen Verleiher (wie Avis, Europcar, Budget usw.) zu ordern.

Nur bei diesen kann mit wirklich sicheren Verträgen gerechnet werden, die sich nicht -insbesondere hinsichtlich der Haftung der Fahrer bei Unfällen- ins Kleingedruckte verklausulieren.

Für uns persönlich galt: Vollkasko OHNE oder zumindest mit geringer Selbstbeteiligung oder die Firma ist nichts für uns!

Schließt eine Firma in ihren Bedingungen die Versicherung bei Unfällen auf Schotterpisten, so genannten "gravel roads", aus: FINGER WEG!!!

Schon aus Gründen der wesentlich geringeren Mietkosten und der wesentlich besseren Versicherungsbedingungen empfehlen wir die Anmietung in Südafrika. Allerdings muss der Vermieter dem Trip nach Namibia schriftlich zustimmen. Manche Vermieter berechnen hierfür Extrakosten. (der von uns unten empfohlene nicht).
An der Grenze fallen dann -Stand September 2005- 120N$ namibische Straßenbenutzungsgebühr an. (etwa 15 Euro)
Die Quittung über die Gebühr bitte nicht wegwerfen - sie wird bei Ausreise benötigt und kann von Verkehrspolizisten bei Kontrollen verlangt werden

Wir haben die besten Erfahrungen gemacht, indem wir bei Holiday Auto gemietet haben, einem Mietwagenbroker, der mit Kontingenten von Europcar handelt.

So erhält man neben dem Service eines weltweit renommierten Vermieters günstigere Preise und eine Kaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung.

Der einzige Schandfleck auf unserer jahrelangen Zufriedenheit mit Europcar ist, dass , als wir unseren zugegebenermaßen saudreckigen Wagen 2005 zurückgeben wollten, uns mit den Reinigungskosten gedroht wurde. (HAAAALLO 400 Rand - dafür lass ich das Auto in Südafrika neu lackieren!!!)


Ob man für die Fahrt durchs südliche Afrika einen Geländewagen braucht, sei jedem selbst überlassen.

Wir brauchten eigentlich keinen, und wir haben immerhin ca. 16.000 km Erfahrung auf Namibias Straßen, auch auf Schotterpisten, Sandwegen und Salzstraßen, im Etosha usw.
2009 musste es dann doch ein Offroader sein. Allerdings definitiv nicht für Namibia, sondern wegen der Parks in Botsuana. Diese gehen ohne Allrad definiv NICHT!
Außerdem kann ich mir nicht so recht vorstellen, wo man ein Dachzelt auf einem normalen PKW-Dach anbringen sollte...

Oft angeführter Vorteil von Pickups und Geländewagen ist allerdings die erhöhte Sitzposition und damit der bessere Blick besonders bei Tierbeobachtungen. Das können wir aber nicht unbedingt bestätigen.
Hier spielen die Jahreszeit und die damit einhergehende unterschiedliche Vegetationsdichte eine wesentlich größere Rolle.

Aber stilechter als ein Corolla ist ein Landy allemal.

Der nicht von der Hand zu weisende Vorteil, den ein Geländewagen abseits der Straßen und in den Parks hat, wird aber auf den Asphaltstraßen teuer erkauft. Und da ist es nicht nur der Verbrauch!
So einen Geländewagen erst einmal in Bewegung zu versetzen, kann schon mal ein bisserl dauern. Das Überholen von LKW und anderen langsamen Fahrzeugen geht -wenn überhaupt- nur auf seeehr langen Geraden. Außerdem "schwimmt" so ein Offroader ganz schön auf der Straße und will in seiner Richtung regelmäßig korrigiert werden.
Auf Asphalt und den meisten Schotterpisten -und sein wir ehrlich, für die meisten Touristen dürfte das der absolute Löwenanteil der Strecke sein- ist ein PKW wesentlich komfortabler, günstiger und schneller als ein 4x4.

Allerdings konnten wir uns des Eindruckes nicht erwehren, dass der eine oder andere Touri aus Deutschland und England mit seinem Offroader Defizite in seiner Persönlichkeit kompensieren wollte - nett ausgedrückt.

Zumal die Dinger -zumindest bei den großen Vermietern- locker doppelt so viel kosten wie eine ordentliche Limousine.

Wozu aber dringend geraten sei, ist ein Auto mit Klimaanlage. 40° im Schatten sind bannig warm...

Und es sollte -besonders in Namibia- kein Auto der billigsten Kategorie sein (meist Nachbauten des Einser Golfs oder eines alten Corollas bzw. ein Mini-Ford).

Diese sind m.E.n. schlicht zu leicht und können auf der Schotterpiste schon mal etwas leichter von einem Schlagloch aus der Bahn geworfen werden.

Und genug Kofferraum ist auch sein Geld wert. Es gibt nicht schlimmeres, als jeden Tag akkurat packen zu müssen, weil die Taschen sonst nicht in den Kofferraum passen würden.

Für uns war ein Mietwagen der Größe eines -aktuellen- Corolla oder Megane (beide Stufheck) absolut ausreichend.

Im Jahr 2005 für 3 Wochen für etwa 800 Euronen zu haben - mit Vollkasko und ohne Kilometerbegrenzung.

2004 hatten wir einen Automatikwagen (ohne Aufpreis, da von Europcar upgegraded). Besonders im Etosha, wo man für Tierbeobachtungen ständig stoppen und neu anfahren musste, sehr komfortabel.

Zum Schluss noch einen Tipp für diejenigen, die wie wir in Südafrika anmieten und in andere Länder fahren wollen: In Namibia verwies ein freundlicher aber sehr bestimmter Polizist auf das (wie bei allen Mietwagen) fehlende, doch vorgeschriebene Nationalitätenkennzeichen am Heck des Wagens. Er war aber damit einverstanden, dass wir einfach ein solches Kennzeichen sichtbar an die Heckscheibe geklemmt haben. Er hätte aber auch Strafe kassieren können. So ein Kennzeichen gibt es für etwa 3-5 Euro an jeder Tankstelle ("ZA" für Südafrika).

Ach so - und vergesst Euren internationalen Führerschein nicht, sonst bekommt Ihr Euren Mietwagen gar nicht erst übergeben. Weder in Südafrika noch in Namibia!