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2005

Mit Nackenschmerzen über den Todeshighway – von Swakopmund nach Bläßkranz

Das heutige Etappenziel war eines, auf das wir uns ganz besonders gefreut hatten. Schon letztes Jahr hatten wir das Glück gehabt, auf der Gästefarm Bläßkranz zu übernachten und dort zwei absolut liebe Menschen, die Familie Schwabe, kennenzulernen. Und so durfte deren wunderbar ruhige und herrlich am Naukluftgebirge gelegene Farm auf unserem Reiseplan natürlich nicht fehlen.

Leider sollten wir dieses Jahr nicht das Glück haben, beide anzutreffen, da der Hausherr sich zu dem Zeitpunkt auf einer Reise durch Botswana befand, die er organisiert hatte.

Doch vor dem Wiedersehen stand noch eine ziemliche Fahrstrecke auf namibischer Schotterpiste. Da auf dieser Straße ausgesprochen viele Unfälle passieren, wird sie auch verschiedentlich etwas martialisch "Todeshighway des Südens" genannt. Die unschöne Unfallstatistik liegt aber wohl nicht unbedingt so sehr an einem ungewöhnlich schlechten Straßenzustand als vielmehr daran, dass dies die wohl am stärksten befahrene Schotterpiste im Süden Namibias ist. Und wenn man die Tipps, die zum Thema Autofahren im Afrika-ABC beschrieben sind, beherzigt und tatsächlich ernst nimmt, besteht absolut kein Grund zur Panik.

Die Straße, die von Swakopmund über den Guisebpass nach Bläßkranz führt, ist aber wirklich nicht die allerbeste und voll mit Bodenwellen, Schlaglöchern und Stolperstellen – eine typisch afrikanische Schotterpiste eben!. Da ich mir gestern bei etwas zu exzessiven Quadbiken das Genick gestaucht hatte, eine Erfahrung des ganz besonderen Art! Ich habe jedes einzelne Schlagloch in meinem Nacken gespürt und konnte die mit richtig tollen Panoramablicken ausgestattete Route nicht wirklich genießen. Besonders am Guisebpass lohnt es durchaus, den Wagen einfach mal zu verlassen und ein paar Schritte zu gehen und die tolle Aussicht zu betrachten.

Endlich auf der Farm angekommen, gab es natürlich viel zu bereden. Während unserer Gespräche verflog die Zeit und bald war es Zeit zum Abendbrot.

Danach saßen wir noch ein ganzes Weilchen auf dem Hof an einem Feuer und tranken die namibische Nach des Naukluftgebirges. Es gibt wohl wenige Orte mit solchen Sonnenuntergängen und solch schönen ruhigen und lauen Nächten wie hier zu Fuß der Naukluft.

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