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2005

Durch roten Sand in Namibias Hauptstadt

An diesem Tag lag die Strecke von Keetmanshoop nach Windhoek vor uns. Eigentlich eine weniger interessante Strecke auf einer ewig geraden Asphaltstraße, die halt hinter uns gebracht werden mußte - wäre da nicht der Umstand, dass wenige Kilometer neben der Strecke die ersten Ausläufer der Kalahari begannen.

Denn diese wenigstens einmal kurz zu sehen, setzte unserer heutigen Fahrt doch ein echtes Highlight. Der Weg zu den Kalaharidünen war, obwohl kilometermäßig gar nicht mal so lang, doch recht zeitaufwändig, da die komplette Strecke über sehr schlechte Schotter- und Asphaltpiste verlief, auf der mehr als 60km/h blanker Selbstmord gewesen wäre.

Aber die wunderschönen knallroten Dünen dieser riesigen Wüste zu sehen, die sich von Südafrika und Namibia bis hinein nach Sambia und Angola erstreckt, und die Hände in ihren sonnenwarmen roten Sand zu stecken, war die in den Umweg investierte Zeit aber absolut wert.
Wir empfehlen jedem, der hier vorbeikommt, diesem Weg zu folgen, die Hauptstrecke zu verlassen und die Schotterpiste in die sagenumwobene Kalahari zu nehmen.
Auch wenn man es an vielen Ecken im Lande gar nicht mehr so richtig spührt - das hier ist wirklich Afrika! Das hier ist Weite, Wildnis, Einsamkeit und Abenteuer!

Nach langer Fahrt dann in Windhoek angekommen, checkten wir erst einmal in unserer heutigen Unterkunft, der Pension Christoph ein. Diese Pension erwies sich durchaus als Treffer und bietet angenehme Zimmer zu recht moderaten Preisen (2005: ca. 55€/Nacht) und das nicht allzu weit von Windhoeker Stadtzentrum entfernt.

Wir wollten unbedingt in dieser Gegend übernachten, weil hier in der Garden Street 5, also in Gehweite unserer Pension, eine absolut traumhafte Weinbar liegt, von deren offener Terrasse man einen wirklich schönen Blick über die Stadt hat und die Sonne -bei entsprechendem Wetter- blutrot hinter dieser versinken sehen kann. Dazu gibt es hier eine Auswahl bester südafrikanischer Weine, die in Namibia wohl ihresgleichen sucht. Unser Tipp des Jahres: der 2003er Shiraz aus der Kellerei Sentinel.

Abendessen gab es wieder in dem -absolut empfehlenswerten- Restaurant "Abessynian", in dem an Korbtischen und auf Korbstühlchen äthiopische Küche genossen werden kann.

Pappensatt und kilometermüde fielen wir in unser Bett und schliefen uns in einen neuen Tag in Namibias Hauptstadt hinein.


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