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2005

Noch einmal in die goldenen Dünen – das Sossusvlei

Obwohl wir heute in dem selben Quartier übernachten würden wie gestern, hatten wir doch eine ganz schöne Strecke vor uns, denn wir wollten von der Gästefarm Bläßkranz aus in den Namib-Naukluft-Park fahren, und dort einen letzten Blick auf die wunderschönen goldroten Dünen der Namib besuchen.

Da ich mir ja in Swakopmund böse das Genick verrenkt hatte, wollten wir aber nicht bis direkt ins Sossusvlei fahren. Der Shuttleservice dorthin geht nämlich per 4x4 über losen Sand und ist ,gelinde gesagt, doch recht holprig. Nix für meinen Hals, der derzeit nur in ausreichend ruhiger Haltung erträglich war.

Am Namib-Naukluft-Park angekommen begannen wir den Ausflug mit einem kleinen Spaziergang durch den Sesriemcañon. Der Cañon lohnt den kleinen Umweg durchaus. Bizarre Felsformationen und vor allem ein über lange Strecken schattiger Weg durch den Cañon bilden die Kulisse für einen angenehmen Spaziergang.

Obwohl wir die eigentlich Hauptattraktion des Parks auslassen mussten, waren die Abstecher zu den anderen Sandformationen wie der Elimdüne oder der berühmten Dune 45 doch wieder so beeindruckend und überwältigend, dass wir wieder das Gefühl hatten, in dieser Landschaft ewig verweilen zu können, ohne dass wir hätten aufhören können zu stauen. Diese Landschaft nimmt gefangen, lädt zum träumen und versinken, zur schieren Bewunderung der Schönheit und der Macht der Natur.

Zwar sind wir dann auch tatsächlich nicht ins Sossusvlei gefahren, die um den Parkplatz am Ende der mit 2x4-Fahrzeugen befahrbaren Strecke angesiedelten Dünen machten den Ausflug aber allein schon lohnenswert. Und wir trösteten uns mit dem Gedanken, dass wir ja das Sossusvlei im Vorjahr besucht hatten. Zumal der eigentliche Grund und das Eigentliche Ziel der Fahrt heute eher die Schönheit der Dünen als solche waren als vielmehr eine bestimmte Stelle des Parks.

Und besonders abends, wenn die Mittagssonne verschwunden ist und sich das ganz besondere, weiche und auf den Dünen leicht bräunlich wirkende Licht auf den rotgoldenen Sand der Namib legt, dann ist diese Landschaft einfach unbeschreiblich schön. Die Bilder eines Hobbyfotografen können wohl nur ahnen lassen, wie märchenhaft dieses Fleckchen Erde tatsächlich ist.

Als zu diesem tollen Tag passendes Finale sahen wir die Sonne hinter der Naukluft untergehen und blieben mit der Gästefarmerin Yvonne noch lange am Feuer auf Blesskranz sitzen. Ein wirklich vollkommener Tag.

Und leider auch schon fast der Abschluss unserer –vorerst letzten– Traumreise Afrika. Ab morgen würden wir uns auf dem Rückweg nach Kapstadt befinden. Auch wenn uns bis dort noch ein paar Abenteuer passieren sollten...

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