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2009

Nu aber schnell – unser Weg in den Etosha

Swakopmund-Halali an sich eine recht lange, doch absolut machbare Strecke! Das meiste ist Asphaltpiste und ein Spaziergang für jedes Auto. Deshalb haben wir es auch entsprechend ruhig angehen lassen. 6 Uhr aufstehen? Im Urlaub? Nö! Außerdem mussten wir ja auch noch den durch Herrn Hester gesendeten Ersatz für das auf dem Weg nach Swakopmund explodierte Rad abholen und das kaputte bei Verwandten des Herrn über den Zaun abladen. Aber alles kein Grund zur Hektik. Dachte ich... Das ganze Prozedere zog sich wie Kaugummi und so waren wir erst 11 Uhr on the road. Das war zwar immer naoch kein Problem, aber schon Grund sich ein bisserl zu beeilen. Als endlich Swakopmund aus den Rückspiegeln verschwand, stellten wir dann auch noch fest, dass unsere kleine Digicam in der Unterkunft verblieben war... Kommando zurück! Auf dem Rückweg kamen uns dann noch zwei Schwertransportkonvois entgegen, an denen wir nachher also auch noch vorbei müssen sollten. Kurz – nicht unser Tag!

Überholvorgänge mit Schorsch, unserem kleinen Hilux, waren nicht wirklich spaßig und jedes Mal mit viel Anlauf, noch mehr Optimismus und der Notwendigkeit für genügend Gottvertrauen verbunden. Eh wir an den Schwertransportern wieder vorbei waren, war eine Gefühlte Ewigkeit vergangen. Hinzu kam, dass Schorsch bergauf gern mal von 130 auf 90 abfiel und der Kurs selbst auf schnurgeraden namibischen Straßen ständig korrigiert werden musste.

Das alles führte letztlich dazu, dass wir das Parktor erst ca. 50 Minuten vor Toresschluss (17:30 Uhr) erreichten. Unsere Unterkunft war ja in Halali – im Guten locker eine Tour für knapp zwei Stunden.

Ein Wunder, dass wir überhaupt noch in den Park gelassen haben und ein Wunder mit einer Priese Wahnsinn, dass wir das Camp noch rechtzeitig erreichten.

Als wir im Camp vom Einchecken zurück kamen (ca. 17:32 Uhr), wurden gerade die großen Eisentore der Campzufahrt geschlossen. Wenn wir draußen gewesen wären, wären wir da bis morgens geblieben! Schwein gehabt! Wenn Engel reisen...

Abends am Wasserloch Halali, das ich zum ersten mal seit dem Umbau gesehen habe, kam dann noch die fast üblich Elefantenherde vorbei und zeigte uns noch mal, worfür wir uns so beeilt hatten. Erst jetzt wurde uns so richtig bewusst, dass wir (wieder) hier waren: Halali, Etosha. Bei allen Orten, die ich in Afrika gesehen habe, ist das Wasserloch hier mit Sicherheit eine der schlönsten Stellen, die ich kenne. Die Atmosphäre, hier mit einem kühlen Windhoek Lager in der Hand zu sitzen und die vielen, vielen Tiere in den Abendstunden zu beobachten, ist einfach wunderbar. Quasi ein Zoo? Vielleicht, meinetwegen!

Worte des Tages
Wenn Engel reisen...

Was ham wer heute gelernt?
Dass Schorsch, wenn er in Kurven auf Schotter drei bis vier Autolängen seitwärts treibt, trotzdem seinen Weg findet!

Toms famous last words
Ich war sehr gespannt auf den so viel gerühmten Etosha. Das was ich während unserer Fahrt nach Halali (so schnell wie beschrieben war es ehrlich nicht, ich fahr vernünftig) schon an Tieren gesehen hatte war schon echt beeindruckend. Leider blieb keine Zeit, alles genauer zu bewundern aber wir hatten ja noch zwei Tage vor uns.
Glücklicherweise schafften wir es dann doch noch rechtzeitig kurz vor Torschluss ins Camp.
Kaum unseren Platz eingenommen ging es auch schon sofort zum campeigenen Wasserloch. Das war meine erste Begegnung mit freilaufenden Elefanten. Leider noch nicht auf Augenhöhe, die Beobachtungsplattform hatte eher etwas Tierpark/Zoo/Zirkus. Aber wo hat man schon mal die Chance wilde Tiere bei Nacht (unter Flutlicht) so zu beobachten. Meine Kamera stieß bei den Lichtverhältnissen sehr stark an ihre Grenzen, die Szenen bleiben trotzdem in Erinnerung.
=> 5 of the Little Five der Namib, 1 of the Big Five, 1 of the Dangerous Six

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